Grundlegende Praxisänderung für Pendler?

Wer mit dem Velo an den Bahnhof und von dort mit dem Zug bis an seinen Arbeitsort fährt, kann in der Steuererklärung die Velopauschale von CHF 700.– und das Abonnement abziehen. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Die notwendigen Kosten für Fahrten zwischen dem eigenen Zuhause und der Arbeitsstätte dürfen in der Steuererklärung als Berufskosten abgezogen werden. Auf welche Weise der Berufsweg zurückgelegt werde, lasse das Gesetz hingegen offen, schreibt das Bundesgericht in seinem am 06.10.2017 publizierten Urteil. In diversen Gemeinden sind in der Vergangenheit die doppelten Abzüge ohne weitere Abklärung abgelehnt worden: Das wird sich in Zukunft also ändern.

Aufgrund des heutigen Entscheides werden wir unseren Auftrag Steuererklärung deshalb präzisieren, damit wir die Aufwendungen unserer Kunden genauer berücksichtigen können.

Bei Fragen zu Ihrer Steuererklärung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Individuelle Prämienverbilligung 2017

Gerne informieren wir Sie über das Vorgehen für die Beantragung der „individuellen Prämienverbilligung 2017“ im Kanton St. Gallen:

Wer hat grundsätzlich Anspruch auf eine Prämienverbilligung?
– Personen, die am 1. Januar 2017 ihren Wohnsitz oder ihren Aufenthaltsort im Kanton St.Gallen hatten.
– Zuzügerinnen und Zuzüger aus dem Ausland.

Bis wann ist der Anspruch geltend zu machen?
– Einreichfrist bis 31. März 2017 für voraussichtlich Berechtigte mit Wohnsitz oder Aufenthaltsort im Kanton St.Gallen.
– Für ab dem 2. Januar aus dem Ausland Zuziehende endet die Antragsfrist am 31. Dezember 2017.

Wie ist der Anspruch geltend zu machen?
– Personen, die keine Anmeldung erhalten, können auf der Internetseite www.svasg.ch/ipv eine Selbstberechnung vornehmen und das Formular ab Anfang 2017 online ausfüllen, herunterladen oder bei der AHVZweigstelle beziehen.
– Personen mit EL-Anspruch wird die Prämienverbilligung ohne Anmeldung direkt den entsprechenden Krankenversicherern überwiesen und den Prämienrechnungen gutgeschrieben.

Was geschieht bei Änderungen im Prämienverbilligungsjahr?
– Neuberechnung bei Geburten auf Antrag bis spätestens 31. März des Folgejahres.
(Quelle: www.svasg.ch/ipv)

Gerne informieren wir Sie über das Vorgehen bei der Besprechung in Bezug auf Ihre Steuererklärung 2016.

 

Begrenzung Pendlerabzug: Änderungen für Personen mit Geschäftsfahrzeugen

Was ist neu?

In der Steuererklärung dürfen die Pendlerkosten nicht mehr vollumfänglich in Abzug gebracht werden.

Bei den direkten Bundessteuern (DBSt.) gilt ein maximaler Abzug von CHF 3000.–/Jahr (Beginn Steuerjahr 2016). Gleichzeitig wurde in diversen Kantonen (ebene Kantons- und Gemeindesteuer/KGSt.) aufgrund des FABI-Entscheides vom 09.02.2014 unterschiedliche Begrenzungen eingeführt (Beginn Steuerjahr 2016 oder 2017).

Diese Begrenzungen haben Konsequenzen für Angestellte mit einem Geschäftsfahrzeug (Kreuz im Lohnausweis „F – Unentgeltliche Befürderung zwischen Wohn- und Arbeitsort“):

Der Arbeitsweg für Angestellte mit Geschäftsfahrzeug muss neu als Einkommen deklariert werden, sofern die „Kilometerentschädigung“ über der maximalen Begrenzung liegt (es handelt sich um einen sogenannten „geldwerter Vorteil“):

Beispiel Direkte Bundessteuer/DBSt.:
Der Arbeitsweg (Hin- und Rückweg) pro Tag beträgt 25km. – Anzahl Arbeitstage 230/Jahr – CHF 0.70/Kilometer (nicht mehr abgestuft)
Entspricht einem geldwerter Vorteil von CHF 4’025.–
Maximaler Pendlerabzug DBSt. 2016 von CHF 3’000.–
Steuerbares Mehreinkommen: CHF 1’025.–

Die gleiche Berechnung wird für die KGSt. angewendet – mit den maximalen Begrenzungen des jeweiligen Kantons.

Möglichkeiten für Aussendienstmitarbeitende:

a) effektive Abrechnung der Aussendiensttage in %: Sie führen als Mitarbeiter eine Liste, an welchen Arbeitstagen Sie ins Büro gefahren sind und an welchen Tagen Sie Kundenbesuche vorgenommen haben (beides an einem Tag gilt als „halber“ Tag). Anhand Ihrer Liste vermerkt Ihr Arbeitgeber im Lohnausweis den „Anteil Aussendienst XX% effektiv“.

b) pauschale Abrechnung der Aussendiensttage in % anhand „Funktions-/Berufsgruppenliste“ der eidg. Steuerverwaltung: Anhand der Liste wird auf Ihrem Lohnausweis „Anteil Aussendienst XX% pauschal nach Funktions-/Berufsgruppenliste“ deklariert.

Je höher dieser Prozentsatz liegt, desto weniger „Zusatzeinkommen“ muss angerechnet werden.

Die Entscheidung welche Variante gewählt wird, liegt beim jeweiligen Arbeitgeber: Die Variante „A“ welche unter Umständen für Arbeitnehmende attraktiver sein kann, ist teilweise mit einem sehr hohen Aufwand für den Arbeitgeber verbunden.

Bei Fragen rund um die Änderungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Zögern Sie nicht unseren Steuerexperten anzufragen: steuern@atg-business.ch. Die Steuerberatung und Auskünfte werden mit einem Ansatz von CHF 150.–/h verrechnet.

 

 

Motorfahrzeug: Wo bin ich versichert?

Die „Grüne Karte“

Der Zweck des als „Grüne Karte“ bezeichneten Versicherungsdokuments besteht darin, bei der Einreise in einen ausländischen Staat zu bescheinigen, dass das auf der Karte bezeichnete Fahrzeug mit einer ausreichenden Haftpflichtversicherungsdeckung versehen ist.
Im System der Grünen Karte wird zwischen folgenden zwei Kategorien von Staaten unterschieden:

– Staaten, deren Versicherungsbüros das Multilaterale Abkommen (hellgrün dargestellt)
– Die übrigen CoB-Staaten (dunkelgrün dargestellt)

Grundsätzlich benötigen Automobilisten, deren Fahrzeuge in Staaten immatrikuliert sind, die auf der oben aufgeführten Karte hellgrün dargestellt werden (EU/EWR-Staaten sowie Andorra, Serbien und die Schweiz), bei der Einreise in andere in hellgrüner Farbe dargestellten Staaten keine Grüne Karte mehr, um auf deren Gebiet über eine ausreichende Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherungsdeckung zu verfügen.

Vor der Einreise in die auf der oben aufgeführten Karte in dunkelgrüner Farbe dargestellten Staaten muss für das benutzte Fahrzeug eine Grüne Karte mitführen. Sie bestätigt, dass der Fahrzeuglenker und das geführte Fahrzeug auf dem Gebiet der betreffenden Staaten über ausreichenden Versicherungsschutz verfügen. Die schweizerischen Versicherungsgesellschaften können die Deckung für die in dunkelgrüner Farbe dargestellten Staaten allerdings einschränken, indem sie das Länderkürzel auf der Grünen Karte streichen. Ist das Kürzel eines Staates auf der Grünen Karte gestrichen, gewährt das Dokument für das betreffende Gebiet keine Versicherungsdeckung. In einem solchen Fall muss man bei der Einreise eine Grenzversicherung abschliessen. Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen.

Da die Grüne Karte zeitlich limitiert ist, muss vor Antritt einer Reise geprüft werden, ob deren Gültigkeitsdauer ausreicht.

Im Falle eines Schadens wird empfohlen, der Polizei oder dem Geschädigten das Doppel der Grünen Karte abzugeben, sofern ein solches Vorhanden ist. Liegt die Grüne Karte nur im Original vor, so ist eine Kopie zu erstellen. Alternativ müssen der Polizei die darin enthaltenen relevanten Daten mitgeteilt werden, damit diese in den Polizeirapport aufgenommen werden können.

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Pendlerabzug ab 01.01.16: Was verändert sich?

Ab dem 01. Januar 2016 gilt erstmals eine Obergrenze beim Pendlerabzug. Damit erhöht sich die Steuer für viele Personen. Folgend zeigen wir Ihnen, um welche Beträge es geht:

Der Pendlerabzug ist ein Posten, welcher bei vielen Personen am meisten einschenkt. Mit der Steuererklärung 2016 wird dieser Abzug nun massiv gekürzt. Somit fällt die erstmalige Bemessung in dieses Jahr (2016).

Auf Bundesebene (direkte Bundessteuer) liegt die entscheidende Strecke für motorisierte Pendler bei rund 9.7 Kilometer pro Fahrtrichtung: Diese ergibt sich aus 220 Arbeitstagen und einer anrechenbaren Pauschale von 70 Rappen pro Kilometer, womit man kumuliert auf den maximalen, gültigen Pendlerabzug von 3000 Franken pro Jahr kommt. Wer also einen kürzeren Arbeitsweg bewältigen muss (oder ein Generalabonnement der SBB für CHF 3’655.– besitzt), wird von der Änderung nicht oder nur leicht tangiert.

Auch auf die Kantons- und Gemeindesteuern wurden in einigen Kantonen Begrenzungen des Pendlerabzuges per 01. Januar 2016 eingeführt:

  • AG = max. CHF 10’000
  • AR = max. CHF 6’000
  • BS = max. CHF 3’000
  • BE = max. CHF 6’700
  • GE = max. CHF 500 / CHF 3’655
  • NW = max. CHF 6’000
  • SH = max. CHF 6’000
  • SG = max. CHF 3’655 (Höhe entspricht dem GA 2. Klasse der SBB)
  • TG = max. CHF 6’000

Bei allen anderen Kantonen sind bis heute keine Begrenzungen geplant oder definitiv eingeführt worden. Für betroffene Personen empfiehlt es sich, dieser indirekten Steuererhöhung (Grundlage Gesetz FABI) mittels anderen möglichen Optimierungen entgegen zu wirken und deshalb frühzeitig einen Steuerberater aufzusuchen. Eine Möglichkeit könnte die Einzahlung in die steuerbefreite Säule 3a sein.

Im Kanton St. Gallen hat diese Änderung auch Auswirkungen auf quellensteuerpflichtige Personen, zumal das Rückfordern von Quellensteuer seit 01. Januar 2015 mittels Antrag auf ordentliche Veranlagung erfolgt. Dieser Antrag (einzureichen jeweils bis 31.03. des darauffolgenden Jahres) birgt das Risiko in sich, dass sogar Steuer nachbezahlt werden muss. Die Begrenzung des Pendlerabzuges wirkt dieser Möglichkeit zusätzlich entgegen.

Information für quellensteuerpflichtige Personen im Kanton St. Gallen

Gerne informieren wir Sie hiermit über die wichtigsten Änderungen zur nachträglichen Gewährung von Abzügen bei an der Quelle besteuerten Personen (DBG Art. 57):

Ab dem Steuerjahr 2015 werden quellensteuerpflichtige Personen, welche nachträglich nicht berücksichtigte Abzüge geltend machen wollen (bsp. Krankheitskosten, Säule 3a, Weiterbildungen, etc.) im Kanton St. Gallen ordentlich besteuert.

Was haben unsere Kundinnen und Kunden zu tun?

  • Beantragen Sie mittels dem vom kantonalen Steueramt erhaltenen Antrag die ordentliche Veranlagung (Schreiben im November 2015 zugestellt)
  • Füllen Sie das Formular vollständig aus und senden Sie dieses dem kantonalen Steueramt zu
  • Senden Sie sämtliche notwendigen Belege gemäss Checkliste der ATG Business AG an:
    ATG Business AG, Postfach 435, 9434 Au SG

Was bedeutet ordentliche Veranlagung?

  • Sie verpflichten sich, sämtliche weltweit erzielten Einkünfte zu deklarieren
  • Sie verpflichten sich, sämtliche weltweit vorhandenen Vermögen und Schulden zu deklarieren
  • Die Besteuerung findet auf den effektiven Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuersätzen statt

Was macht die ATG Business AG?

  • Wir prüfen, ob sich die Einreichung der Deklaration für Sie lohnt und geben Ihnen eine unverbindliche
    Empfehlung samt Steuerberechnung ab
  • Wir füllen Ihnen die Steuererklärung falls notwendig aus

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